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ENGEL legt weltweit weiter zu

ENGEL ist weiter am Wachsen. Bereits zum dritten Mal in Folge konnte der österreichische Spritzgießmaschinenbauer, Automatisierungsexperte und Systemlieferant seinen Jahresumsatz steigern. Die Unternehmensgruppe schloss das Geschäftsjahr 2016/17 Ende März mit einem Umsatz von 1,36 Mrd. Euro ab und erzielte damit ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der weltweiten Mitarbeiter liegt zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017/18 bei über 5.900 – auch das ist ein neuer Rekord.

„Die Märkte in Asien haben einen großen Anteil am Erfolg der ENGEL Gruppe“, berichten die ENGEL Geschäftsführer zu Beginn der Messe Chinaplas 2017, wo ENGEL traditionell seine Jahresergebnisse veröffentlicht. „Asien hat sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr überproportional gut entwickelt, wozu vor allem China beiträgt. Zudem profitieren wir von der hohen Dynamik in Südostasien“, so Vertriebsgeschäftsführer Dr. Christoph Steger in Guangzhou. Gleichzeitig sei das Wachstum in Europa ungebremst und die Nachfrage in Nordamerika weiter steigend. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management der ENGEL Gruppe mit weiteren Zuwächsen, wenngleich die Wachstumskurve etwas flacher als in den Vorjahren verlaufen wird.

 

Kundenspezifische Lösungen der stärkste Wachstumstreiber

Weltweit liefert ENGEL sowohl einzelne Spritzgießmaschinen als auch integrierte Turn-key-Lösungen, deren Anteil im Auftragseingang weltweit weiter zunimmt. „Kundenspezifische Lösungen sind aktuell der stärkste Wachstumstreiber“, sagt Steger. „Auch hier legt Asien und insbesondere China überproportional zu.“ Die auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung exakt zugeschnittenen Systemlösungen umfassen neben Spritzgießmaschinen, Robotern und weiterer Automatisierung auch Prozesstechnologien, periphere Systeme, Werkzeuge sowie Softwarelösungen für die Digitalisierung und Vernetzung. Indem von Beginn an alle Komponenten der Fertigungszelle exakt aufeinander abgestimmt werden, schöpft ENGEL Effizienz- und Qualitätspotenziale besonders gut aus und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden.

 

Verstärkte Branchenkompetenz in Amerika und Asien

Maßgeschneiderte Spritzgießlösungen zu entwickeln, setzt nicht nur ein besonders tiefes technologisches, sondern auch Branchenverständnis voraus, was ENGEL durch seine Business-Unit-Struktur sicherstellt. Für die Branchen Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical beschäftigt ENGEL an seinem Stammsitz in Österreich jeweils eigene Teams, die sich zu einhundert Prozent mit den Anforderungen dieser Branchen befassen.

Vor mehr als zwei Jahren begann ENGEL damit, auch dezentral vor Ort bei seinen Kunden branchenspezifisches Know-how zu etablieren. In einem ersten Schritt wurden in Nordamerika Bereichsleiter für die fünf Business Units berufen, und aktuell führt ENGEL in Asien eine Business-Unit-Struktur ein. „Wir werden dann auch am Standort Shanghai Branchen-Know-how für Asien verfügbar haben und damit unsere Marktposition in den fünf Geschäftsfeldern weiter ausbauen können“, so Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Technologiekompetenz hier in Asien.“ „Die weltweiten Trends in der Fertigung wie die zunehmende Prozessintegration oder Industrie 4.0 führen dazu, dass wir immer intensiver mit unseren Kunden zusammenarbeiten und das über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen und Fertigungszellen“, unterstreicht Christoph Steger. „Wir werden immer stärker zum Partner für die kontinuierliche Prozessoptimierung. Dieser Entwicklung tragen wir mit den neuen Strukturen Rechnung.“

Es sind unter anderem die Möglichkeiten der Fernwartung bis hin zur zustandsbasierten prädiktiven Instandhaltung, die im After-Sales-Geschäft zu einer immer intensiveren Zusammenarbeit führen. Auf der Chinaplas präsentiert ENGEL sowohl seine etablierten als auch innovativen Smart-service-Lösungen. „Industrie 4.0 gewinnt hier hin China sehr stark an Bedeutung“, sagt Willmeroth. „Die großen internationalen Konzerne befassen sich schon lange mit diesem Thema und können erste Erfolge vorweisen. Für viele andere Betriebe sind die Digitalisierung und Vernetzung aber noch immer schwer greifbar. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe, unsere Kunden mit ihren ganz individuellen Anforderungen zu unterstützen, die Chancen, die die vierte industrielle Revolution eröffnet, optimal zu nutzen und sie auf dem Weg zur smart factory zu begleiten.“ Für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart production und smart service – bietet ENGEL ausgereifte und weltweit schon vielfach bewährte Produkte an und kann so aus viel Erfahrung schöpfen.

 

Serviceteams werden verstärkt

Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Service nimmt ENGEL Anpassungen in der Organisationsstruktur vor und stellt weltweit zusätzliche Mitarbeiter ein. Für die Region Südostasien wurde zum 1. April erstmalig ein eigener Serviceleiter berufen. Dave Lock stammt aus Großbritannien, lebt bereits seit fünf Jahren in Thailand und bringt viel Produktionserfahrung sowohl aus Asien als auch Mittelamerika und Europa in seine neue Verantwortung ein. Er wird die Service-Teams in den Ländern Südostasiens koordinieren und im ständigen engen Kontakt mit dem Stammwerk in Österreich stehen.

Mit der Gründung eines regionalen Hubs mit Sitz in Bangkok im vergangenen Oktober hat sich ENGEL in Südostasien insgesamt neu aufgestellt. „Die neue Struktur zeigt bereits Erfolge“, berichtet Steger. „Wir konnten in den vergangenen Monaten unsere Position in Südostasien weiter stärken.“ Eine wichtige Aufgabe des Hubs ist es, die Kunden mit Ersatzteilen zu versorgen. Das neue Ersatzteillager hat im Mai seinen Betrieb aufgenommen. „Wir haben jetzt vor Ort in Südostasien Ersatzteile im Wert von 8 Mio. Euro vorrätig“, so Steger. „Lagernde Bauteile können wir innerhalb von 24 Stunden in die relevanten Industrie-Zentren der ASEAN-Region ausliefern.“ Bislang kamen die Ersatzteile für Südostasien vor allem aus China. Mit dem neuen Konzept einer FTWZ (Free Trade Warehouse Zone) entfallen im operativen Betrieb die Handelsbarrieren. Auf diese Weise erzielt ENGEL einen signifikanten Zeit- und Kostenvorteil für seine Kunden.

 

100 Mio. Euro jährlich für den Ausbau der Werke

Pro Jahr investiert ENGEL aktuell mehr als 100 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Werke. Zu den großen weltweit laufenden Projekten zählt die Erweiterung des Stammsitzes in Schwertberg. Im Süden des Werksgeländes sind 10.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche entstanden. Es wurden Büros, eine Krabbelstube zur Betreuung der Mitarbeiterkinder und eine noch größere und noch modernere Lehrwerkstätte eingerichtet. Im nächsten Schritt wird nun die 2013 errichtete Fertigungshalle Nord erweitert und ein neues Kundentechnikum gebaut.

Gleichzeitig bekommen die beiden Großmaschinenwerke in St. Valentin und Shanghai mehr Platz. „Die Bauarbeiten in Shanghai sind über den Winter gut vorangekommen“, berichtet Willmeroth. „Im September werden wir die neue Fertigungshalle gemeinsam mit Kunden und Partnern einweihen.“ Seit der Eröffnung von ENGEL Machinery Shanghai vor genau zehn Jahren ist dies bereits der zweite umfangreiche Ausbau. Auch in Shanghai wurde im Zuge der Erweiterung eine neue Lehrwerkstätte errichtet. Aktuell werden dort 45 Lehrlinge zu Zerspanungstechnikern, Mechatronikern und Kunststofftechnikern ausgebildet.

 

Mitarbeiterzahl bald über 6.000

Mit der technischen Ausbildung im eigenen Haus steuert ENGEL dem weltweit zunehmenden Fachkräftemangel wirkungsvoll entgegen. In den österreichischen Werken sind aktuell 180 junge Männer und Frauen in Ausbildung beschäftigt. Darüber hinaus bildet ENGEL in China, Tschechien und Deutschland seinen eigenen Fachkräftenachwuchs aus und verstärkt mit einem internationalen Sales-Traineeprogramm zudem in der Weiterbildung von Akademikern sein Engagement.

Weltweit beschäftigte ENGEL zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 mehr als 5.900 Mitarbeiter, so viele wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Über die letzten drei Jahre lag das personelle Wachstum im Durchschnitt bei zehn Prozent. „Noch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres werden wir die 6.000er-Marke überschreiten“, kündigt Christoph Steger an. Mit der weiteren Verstärkung der weltweiten Teams trägt ENGEL sowohl den steigenden Absatzzahlen, als auch den sich verändernden Anforderungen in der Kunststoffindustrie Rechnung. „Durch Industrie 4.0 werden wir in Zukunft noch mehr hochqualifizierte Mitarbeiter benötigen“, sagt Steger.

Der Stammsitz der ENGEL Unternehmensgruppe ist am Wachsen. Der Neubau im Süden des Werksgeländes wurde im Frühjahr bezogen.

„Asien hat sich im Geschäftsjahr 2016/17 überproportional gut entwickelt“, berichtet Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer der ENGEL Gruppe.

„Industrie 4.0 gewinnt hier in China sehr stark an Bedeutung“, so Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai.

In Shanghai nutzt ENGEL die letzten Platzreserven. Im September wird eine neue Fertigungshall eingeweiht.

Auch in China setzt ENGEL auf das Inhouse-Training seines Facharbeiternachwuchses. 45 Lehrlinge werden derzeit in Shanghai ausgebildet.

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Schwertberg
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