ENGEL Spritzgießmaschinen bieten bereits in der Standardausführung besten Voraussetzungen für eine Teileproduktion mit minimalem Verschmutzungsrisiko. Durch die messtechnische Erfassung potenzieller Partikelquellen und die Ausführung entsprechender Gegenmaßnahmen konnten mögliche Fehlerquellen über das gesamte Typenprogramm hinweg beseitigt werden. Die Schließeinheit ist beispielsweise bestens geeignet für die Kombination mit lokalen Laminarflowmodulen.
Das Qualifizierungsschema nach GMP bildet die Basis für die einzelnen Entwicklungsschritte auf dem Weg zur reinraumtauglichen Spritzgießmaschine.
Ein Beispiel für die systematische Beseitigung potenzieller Ver-schmutzungsquellen entlang des Teileweges ist die Vollverklei-dung des Ausfallbereichs durch rostfreie Bleche. Damit werden einerseits "tote" Winkel abgedeckt, andererseits die periodisch not-wendige Reinigung erleichtert. Dieser Vorteil wird auch durch die erhöhte Aufstellung der Maschine erreicht.
Eine der stärksten Partikelquellen an einer Spritzgießmaschine ist der heiße Plastifizierzylinder. Mit einem Ventilations-gehäuse können die Partikel und die Heißluft erfasst und an ein Abluftsystem im Reinraum angeschlossen werden. Damit kann die Klimatisierungs-Energie im Reinraum reduziert werden.
Das „Atmen“ des Nachsaugtanks an hydraulischen Spritzgieß-maschinen ist eine weitere Quelle für Turbulenzen und Partikel. Durch Anschluss der Abluftöffnung an einen flexiblen Luftspeicher wird ein geschlossener Luftkreislauf erzeugt und die Kontaminationsquelle beseitigt.
Die Rohmaterialzuführungsstrecke für das Kunststoffgranulat zum Plastifizierzylinder ist durch den Staubanteil des Granulats ebenfalls eine mögliche Partikelquelle. Durch die konstruktive Modifikation der Rohmaterialzufuhr wird die Abdichtung des Absperrschiebers verbessert.