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23.10.2012

Fit für zukünftige Herausforderungen

Nach einem Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2011/2012 konnte ENGEL im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres (per 30.9.2012) seinen Umsatz um gute 10 Prozent erneut steigern. Zu diesem Wachstum trägt vor allem die steigende Nachfrage nach Spritzgießmaschinen im Segment der mittleren und großen Schließkräfte sowie der Trend zu wirtschaftlichen und gleichzeitig nachhaltigen Systemlösungen aus einer Hand bei. Für das zweite Halbjahr zeigt sich ENGEL optimistisch.

„Die Entwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/2013 ist unverändert positiv“, berichtet Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding, auf der Messe Fakuma Mitte Oktober in Friedrichshafen. „Dank der kontinuierlichen Investitionen in unsere Standorte und Kapazitäten sowie die konsequente Ausrichtung unserer Produkte, Technologien und Systemlösungen an den Trends der weltweiten Märkte und Branchen ist ENGEL auch für die zukünftigen Herausforderungen bestens gerüstet.“ 

So werde es immer wichtiger, die Spritzgießmaschinen und Systemlösungen unter dem Gesichtspunkt der optimalen Leistung und Effizienz exakt auf die Anforderungen der Anwendung zuzuschneiden. Nachhaltige und energieeffiziente Konzepte gewinnen dabei weltweit an Bedeutung und sind eine wichtige Triebfeder für Neu- und Weiterentwicklungen. ENGEL geht dieses Thema seit jeher ganzheitlich an und erzielt sowohl bei hydraulischen als auch elektrischen Spritzgießmaschinen beste Wirkungsgrade.

Vollelektrisch für die unterschiedlichsten Anforderungen
Zur Fakuma präsentiert ENGEL seine neue vollelektrische Baureihe ENGEL e-mac, die gezielt auf die Anforderungen der Branchen Technical Moulding und Teletronics zugeschnitten ist. „Die Nachfrage nach kompakten vollelektrischen Spritzgießmaschinen für Bauteile mit hohen Anforderungen an die Präzision steigt“, betont Christian Pum, Geschäftsführer Vertrieb von ENGEL. Ausgestattet mit der bewährten CC 200-Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschinen bieten die ENGEL e-mac Maschinen die volle Modularität und Integrationsfähigkeit für die Automatisierungstechnik. Durch ihre besonders kompakte Bauweise sparen die Maschinen Fertigungsfläche ein und senken die Betriebskosten. Die Servoantriebe werden in einer modernen Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben, wobei die Bremsenergie mittels Rückspeisung wieder direkt ins Netz abgeführt wird, was eine besonders hohe Energieeffizienz garantiert.

Die ENGEL e-mac wird zunächst in drei Größen mit 50, 75 und 100 Tonnen Schließkraft angeboten. Eine 180-Tonnen-Version ist in Vorbereitung. Einsatz findet die neue Baureihe für die Herstellung von zum Beispiel Steckern, Klemmen, Handybauteilen, optischen Linsen sowie Präzisionsteilen in mechanischen Baugruppen wie Düsen oder Zahnrädern.

Die neue ENGEL e-mac ergänzt die bewährte vollelektrische ENGEL e-motion Baureihe, die sich vor allem im Bereich der Medizintechnik sowie der Schnelllauf- und Mehrkomponentenanwendungen etabliert hat. Um auch die e-motion Maschinen in Zukunft noch besser an die Anforderungen der Kunststoffverarbeiter anpassen zu können und um der zunehmenden Nachfrage im Bereich der Mittelmaschinen noch besser gerecht zu werden, hat ENGEL die Baureihe zur Messe erweitert. Im mittleren Schließkraftsegment sind jetzt fünf Baugrößen erhältlich, mit 55, 110, 160, 220 und 280 Tonnen Schließkraft.

Insgesamt hat der Anteil vollelektrischer Spritzgießmaschinen in Europa stark zugelegt. Inzwischen ist jede vierte Klein- und Mittelmaschine, die in Europa verkauft wird, vollelektrisch.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind letzten Endes aber immer von der Anwendung und der Auswahl der dafür optimal geeigneten Technologien, Produkte und Antriebskonzepte abhängig. Nicht in jedem Fall stellt eine elektrische Maschine die optimale Lösung dar. Aus diesem Grund entwickelt ENGEL auch seine hydraulischen Spritzgießmaschinen konsequent weiter. So erreichen mit der Servohydraulik ecodrive ausgestattete hydraulische ENGEL Spritzgießmaschinen inzwischen Energieverbrauchswerte, die sich mit denen vergleichbarer vollelektrischer Maschinen messen lassen. Je nach Maschinentyp und Anwendung werden Energieeinsparungen zwischen 30 und 70 Prozent erreicht.

Systemkonzept oft kaufentscheidend
Der Trend zu größeren Spritzgießmaschinen resultiert unter anderem aus dem weiterhin steigenden Kostendruck in allen Bereichen der kunststoffverarbeitenden Industrie, der zu größeren Werkzeugen mit höheren Kavitätenzahlen führt. Hinzu kommt, dass der Automatisierungs- und Prozessintegrationsgrad weltweit ansteigt. „Dass wir Spritzgießmaschinen und Automatisierung aus einer Hand liefern, ist für viele Kunden kaufentscheidend“, sagt Christian Pum. „Nur wenn alle Komponenten einer Fertigungszelle perfekt ineinandergreifen, lassen sich Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen.“

Die Herausforderung für den Systemanbieter besteht dabei darin, trotz der zunehmenden Komplexität der Anlagen und Verfahren die Bedienbarkeit der Fertigungszellen zu vereinfachen und gleichzeitig die Funktionalität der Gesamtsysteme sowie der einzelnen Komponenten in vollem Umfang zu erhalten. ENGEL löst diese Herausforderung durch intelligente Steuerungen und Analysesysteme sowie die vollständige Integration der Roboter in die CC 200-Steuerung der Spritzgießmaschinen.

Hochtechnologie und Innovationen sind weltweite Wachstumstreiber
„Es sind vor allem innovationsgetriebene Märkte wie Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie die Märkte in Osteuropa und Südostasien, die die Nachfrage nach Spritzgießlösungen stabil halten“, sagt Peter Neumann. In Südostasien sind Thailand, Indonesien und Vietnam die Wachstumsmotoren. Dabei bleibt China für ENGEL auch weiterhin der größte Markt in Asien. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China spüren vor allem die lokalen Hersteller, da der Bedarf an einfachen Spritzgießmaschinen zurückgeht. Für Qualitäts- und Hochtechnologieprodukte dagegen ist der Markt weiterhin wachsend. „Gerade in China ist der Anteil an Fertigungszellen erheblich gestiegen“, betont Neumann. „Unsere Kunden erwarten zunehmend die Systemintegration von Spritzgießmaschine und Automatisierung. Der Trend geht zu anwendungsbezogenen Systemlösungen.“ 

Dank seiner dezentralen Fertigung in China und Korea ist ENGEL in der Lage, die Spritzgießmaschinen weltweit auf einheitlich hohem Technologie- und Qualitätsniveau an die anwendungs- und landesspezifischen Anforderungen anzupassen und dennoch kurze Lieferzeiten zu realisieren. Im April dieses Jahres hatte ENGEL sein stark erweitertes Großmaschinenproduktionswerk in Shanghai eingeweiht. Bis zum Frühjahr 2013 wird auch die Kapazität des Produktionswerks für Klein- und Mittelmaschinen in Pyungtaek-City in Süd-Korea deutlich ausgebaut. 

Sehr positiv entwickelt sich für ENGEL zudem das Geschäft in Amerika, sowohl im Norden als auch im Süden. Während in Brasilien und Mexiko vor allem die Automobilindustrie für Wachstum sorgt, kommen in den USA und Kanada zusätzliche Wachstumsimpulse aus den Branchen Packaging und Medical.

Weltweit ist und bleibt Deutschland der wichtigste Markt für ENGEL. Ein Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet ENGEL mit seinen deutschen Niederlassungen. „Der deutsche Markt ist sehr stark technologiegetrieben und geprägt von einem hohen Automatisierungs- und Prozessintegrationsgrad, was eine besonders intensive Zusammenarbeit zwischen Kunststoffverarbeiter und Systemlieferant erfordert“, sagt Christian Pum. Um die Wege zu seinen Kunden in Zukunft weiter zu verkürzen, baut ENGEL in der Nähe von Stuttgart seine vierte Niederlassung für den deutschen Markt. Die Eröffnung des ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart ist für Januar 2013 geplant.

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Pressemitteilung