ENGEL x-melt

Für kleine Schussgewichte und Dünnwandteile

Die Funktion des ENGEL x-melt-Verfahrens ist die konsequente Nutzung der Kompressibilität der Kunststoffschmelze als Energiespeicher. Die Schmelze wird in den Schneckenvorraum plastifiziert und dort mit der Schnecke als Kolben komprimiert. Nach dem Öffnen der Nadelverschlussdüse entspannt sich die Schmelze blitzartig in die Kavitäten. Damit können dünnste Wände und kleinste Formteile mit höchster Präzision und Konstanz gefüllt werden

Das Verfahren

Das Verfahrenskonzept.
ENGEL x-melt ist eine Verfahrenstechnologie für das Hochgeschwindigkeits-Spritzgießen mit unkonventio-neller Methodik. Konventionelles Hochgeschwindigkeits- Spritzgießen baut auf einer Maschinentechnik mit hoher Antriebsleistung und Einspritzakkus auf. Beim Einspritzen werden Schnecke und Maschinenkompo-nenten auf Hochgeschwindigkeit beschleunigt und danach wieder abgebremst. ENGEL x-melt nutzt die mit Hochdruck im Plastifizierzylinder komprimierte Kunststoffschmelze als Druckspeicher. Die Formfüllung erfolgt ausschließlich durch Entspannen der Schmelze.

Verfahrensschritt 1: Plastifizieren

Die Plastifiziereinheit der Maschine, oder vorzugsweise das Heißkanalsystem der Spritzgießform, ist mit einem Nadelverschlusssystem ausgerüstet. Im Ausgangszustand ist das Düsensystem geschlossen. Die Plastifizierschnecke der Maschine rotiert und plastifiziert eine definierte Materialmenge.

Verfahrensschritt 2: Komprimieren
Nach Abschluss des Plastifiziervorganges wird die Kunststoffschmelze bei geschlossenen Düsen mit der Schnecke als Kolben komprimiert. Der Kompressionsdruck liegt je nach Anwendung und Material im Bereich von 2000 bar bis 2500 bar. Bei diesem Verdichtungsdruck reduziert sich das dosierte Schmelzevolumen um ca. 10%. Anschließend wird der Spannungszustand eine kurze Zeit aufrecht erhalten um einen Temperaturausgleich in der Schmelze zu ermöglichen.

Verfahrensschritt 3: Formfüllen
Nach dem Homogenisieren wird das Verschlusssystem geöffnet. Die Schmelze entspannt sich und füllt schlagartig die Kavitäten. Der verbleibende Restdruck wirkt als Nachdruck zur Schwindungskompensation. Während des Füllvorganges wird die Schnecke exakt in Position gehalten. Damit kann die Reproduzierbarkeit des Prozesses sichergestellt werden.

>> Detaillierte Informationen zu x-melt finden Sie hier (PDF)